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Richtfest des Begegnungshauses Ohlendiekshöhe

Schüler für Nachhilfe gesucht!

Am 24. Mai 2019 hat das Begegnungshaus in der Ohlendiekshöhe am Poppenbütteler Berg Richtfest gefeiert, welches von mehreren Organisationen, unter anderem und zum Großteil vom Verein „Poppenbüttel hilft e.V.“, ausgerichtet wurde. Dieses Begegnungshaus soll dazu dienen, dass die Geflüchteten untereinander und mit Freunden zusammenkommen können und sich gegenseitig besser kennenlernen bzw. neue Kontakte knüpfen können. Da die Wohnungen der Geflüchteten nicht genügend Raum für viele Besucher bieten und ohnehin teilweise überbelegt sind, haben die Geflüchteten kaum eine Möglichkeit, sich mit in einer größeren Gruppe zu treffen und soziale Kontakte zu knüpfen. Eine weitere Idee, die uns besonders gut gefallen hat, war, dass die Nutzer dieses Hauses die Möglichkeit haben, das Haus mitzugestalten, so dass sie sich noch mehr willkommen und zuhause fühlen. 

Wir hatten die Möglichkeit, persönlich mit Herrn Littmann, einem Mitwirkendem des „Poppenbüttel hilft e.V.“  sprechen zu können, der uns viel über die Situation und die Stimmung innerhalb des Flüchtlingsheims erzählte. Auf unsere Frage, wie die Stimmung innerhalb der Wohngemeinschaften sei, antwortete er:  „Da unser Verein sich sehr mit den Geflüchteten beschäftigt und Ihnen Nachmittags intensiven Sprachunterricht anbietet, bekommen wir sehr viel mit und haben dementsprechend auch sehr viel Kontakt zu ihnen. Dadurch hören wir viel und ich glaube, für die Familien, die hier leben, ist die Situation deutlich besser, als für die, die in Wohngemeinschaften leben, weil dort zwei Personen miteinander leben müssen, die sich vorher nicht kannten. Dadurch ist wenig Privatsphäre möglich und man ist sehr beengt. Für die Familien hingegen ist es insgesamt keine schlechte Situation.“

Ein weiterer Aspekt über den wir mit Herrn Littmann gesprochen haben, war die Kritik, die er und der Verein bekommen haben, und wie sie mit dieser Kritik umgehen.  Er erzählte uns, dass die Kritik anfangs sehr heftig und schlimm ausfiel, und sogar Morddrohungen in die Briefkästen einiger Bewohner eingeworfen wurden. 

Auch hätten sich zu Anfang immer wieder Menschen sehr kritisch an den Infoständen geäußert, die sie häufig am Poppenbütteler Markt ausrichteten. Jetzt aber habe sich diese Situation deutlich gebessert, worüber Herr Littmann ausgesprochen froh sei. Er vermutet, dass diese positive Änderung etwas damit zu tun hat, dass das Flüchtlingsheim Ohlendiekshöhe ein wirklich friedliches Quartier ist und noch nie etwas passiert ist, was Poppenbütteler Bewohner abschrecken könnte. 

Eine weitere Mitwirkende des „Poppenbüttel hilft e.V.“, die im Bereich der Bildung für Geflüchtete tätig ist, berichtete uns, dass sie und der Verein nachmittags von 16.00-18.00 Uhr Hausaufgabenhilfe und Sprachkurse anböten. Diese Betreuung wird vor allem von Rentnern ausgeführt. Sie bat uns, zu erwähnen, dass Schüler ab der 10. Klasse als freiwillige Nachhilfelehrer für geflüchtete Kinder, vor allem ab der Klasse 8, gesucht werden. Die Freiwilligen könnten ab und zu nachmittags dort helfen, besonders bei den Hausaufgaben, und auch für andere Fragen der geflüchteten Kinder zur Verfügung stehen. Wenn Interesse besteht, würde sie sich freuen, wenn Ihr sie unter der E-Mail:  info@poppenpuettel-hilft.de kontaktiert. 

Da uns die Sicht der Situation und die Meinung zum Begegnungshaus auch aus der Perspektive eines Geflüchteten sehr interessiert hat, haben wir auch eine zwanzigjährige Frau, die in dem Quartier untergekommen ist, interviewt. Wir waren überrascht, wie gut sie uns verstehen konnte und wie gut sie Deutsch sprach. Sie meinte zum Wohnen in der Anlage: „Ja, ich wohne in einer Wohnung mit vier Zimmern und meiner Familie. Wir sind aber gerade noch dabei, nach einer größeren Wohnung oder einem Haus zu suchen, weil es manchmal schon ein bisschen eng ist. Die Leute hier sind sehr nett, aber wirklich Kontakt habe ich mit denen nicht, weil ich arbeiten gehe und gleichzeitig auch noch in die Schule gehe. Wenn ich etwas brauche oder eine Frage habe, dann wird mir von meinen Nachbarn immer geholfen. Im Großen und Ganzen ist das Leben hier wirklich schön.“

Die Idee des Begegnungshauses gefiel ihr gut: „Ich finde die Idee sehr toll, da man dort auch Hilfe bekommen kann, wenn man bei Hausaufgaben oder sonstigen Fragen Hilfe braucht. Außerdem finde ich es toll, dass dort nicht nur wir hinkommen können, sondern auch Deutsche.“

Abschließend können wir sagen, dass wir die Idee des Begegnungshauses sehr schön finden, da die Geflüchteten auch außerhalb ihrer Sprachkurse soziale Kontakte knüpfen können und somit die Chance haben, auch mit Hamburgern und Menschen aus Poppenbüttel in Kontakt zu treten. Wir haben uns einen kleinen Eindruck über die Wohnsituation und die Menschen dort machen können und waren wirklich positiv überrascht darüber, wie harmonisch und friedlich dort miteinander umgegangen wird und wie viel Unterstützung die Geflüchteten von einzelnen Organisationen bekommen, besonders vom „Poppenbütteler hilft e.V.“.

Nelly Henzel, Fabienne Okosun und Leonie Naumann

 
 

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